Tour Tag 1 - Mittwoch, 01.Juni 2011 - Anreise nach SUHL
Ein GUTER Tipp für alle die so eine Tour starten wollen: Macht die Nacht vorher nicht soooo lang !
Eigentlich wollte ich fix und fertig um Neun Uhr morgens in Neu-Isenburg stehen um mich mit zwei Kollegen der Neu-Isenburger Asphalt-Schwalben zu treffen
Der weitere Verlauf in Kurzform – bin zu faul zum umsetzen...
Erstmal total Verpennt
Grad mal 20 Meter gefahren – Zerbröselte Glasflasche – Scherben = Platter Reifen hinten
Zurückschieben von Maschine mit 60 Kilo Gepäck (in Koffern und Alice-Pack auf dem Rücken)
Das ganze Gelumpe wieder bei feinem Nieselregen runtergepackt
Rad komplett gegen Reserverrad getauscht
Danach losgedübelt und in Dietzenbach die Regenkombi angezogen weil es dann doch zuuuu Nass wurde
Über Rodgau, Babenhausen, die B26 nach Aschaffenburg gefahren – so manchen Autofahrer hätte ich mal wieder gerne am Ohr aus der Karre gezogen...
In Saschaffenburg war mal wieder ein Höllenverkehr und als ich dann die B26 weiterfahren wollte zeigte sich so ein dummes blaues Autostraßenschild.... KREISCH !!! (Wutausbruch)
Die von meinem TomTom angezeigte Alternativroute ging südlich über sehr starke Steigungen. So manche Neigung von ca. 15% forderte vieeeel Bremse und Geschick
Über viele Landsträßchen und dann doch die B26 ging es weiter nach Lohr wo ich an der Shell grad mal 2,6 Liter getankt hab
Weiter ging es in einem Rutsch in Richtung Frauenwald. 5 Stopps legte ich zur Entspannung meiner Hinterbacken ein.
So ca. 40km davor hab ich meine 2 Kollegen (Volker & Stefan) endlich eingeholt die mit einem Abgeschertem Schwungmassenkeil liegengeblieben waren. Sie waren grad mit der Reparatur fertig und gemeinsam ging es dann um 19.30 Uhr auf Endspurt.
Leichte Fehlführung durch Volkers Garmin führte uns ins Nirgendwo. Mein TomTom hat zwar auch nicht die aktuellsten Karten, aber es führte uns dann gefühlte 2 Stunden später ans Ziel.
Es folgte Zeltaufbau und die Anmeldung an der „Reception“
Einen gemütlichen Bierabsacker später ging es dann ans Schlafengehen
Ein Böller wurde gegen Abends, Mitternacht und 2 Uhr von den „freundlichen“ Herren gegenüber unserer Lagerstätte in deren Lagerfeuer gezündet.
Tour Tag 2 – Donnerstag, 02.Juni 2011 – Vatertag – Ei wo bleiben sie denn...???
Aufstehen, Kaffee mit Kocher gekocht, Duschen, Frühstücken, gammeln, Putzen der Maschine, besoffene Kiddies abwehren die meine Maschine fahren wollten, verleiht man etwa seine Frau ???-
Wurst essen gehen, eintrudeln der Asphalt-Schwalben ca 18 Uhr, Aufbauhilfe bei Sandmann, besorgen der MZA-Karte beim Ostdeutschen (Nico) da die Asphalt-Schwalben nur 15 Stück bekommen haben, Gemeinsames Bierabsacken am Lagerfeuer, erneutes sinnlose Böller gegen 22 Uhr, 1 Uhr und 2.30
Tour Tag 3 - Freitag, 03.Juni 2011 – Das Große MZA-Festival, Einkauf, Fahrzeugmuseum und das erste Problem
Abfahrt war Punkt 8.30 geplant. Ergo kurzfristige Katzenwäsche, ab in die Klamotten und ab auf die Maschine. Geile Ausfahrt mit den Maschinen später im Werksgelände angekommen, Begrüßung, Frühstück: Käsebrötchen (Fisch mochte ich nicht), Werksführung mit Yassin & Freunden mit einem ehemaligen Motorentwickler der Simsonwerke. Besichtigung des Geländes, Technikkabinett und anschließendem Shoppen beim Zweiradhaus Suhl. Neue Sitzbank, da die alte durchgesessen war. Leistungsprüfstand: 4,1 PS 77,1 Spitze. Von dort aus geplantes Shoppen bei einem Millitary-Shop in x-x. Der war in die genau entgegengesetzte Richtung umgezogen. Shoppen im normalen Einkaufszentrum dort. Rückfahrt nach Suhl, Probleme mit dem Krümmer (vorne Mutter undicht), Suhler Fahrzeugmuseum besucht, Rückfahrt mit 40-50 km/h und erster Gang zum Camp. Dort Essen und Maschine repariert. TO hat mit einer App noch mal Leistung gemessen: Diesmal „nur“ 3,8PS. Absacken am Lagerfeuer bei Bier, Böller wieder gegen Abend, 1 Uhr und um halb drei. Bis drei das Lagerfeuer bewacht (bis runtergebrannt) sollte bei der Wldbrantstufe nicht außer Kontrolle geraten. Schlafen gehen. Anfang mit Reisebericht
Tour Tag 3 - Samstag, 04.Juni 2011 – Ein Bumms zur falschen Zeit, ein gemütlicher Bastelnachmittagssamstag mit Aussicht auf Sturm und ein radikales Ende
Mein Tag begann um Fünf Uhr, als mich die Handvoll völlig Bildungsresistenter besoffener Teilnehmer aus der östlichen Region Deutschlands mit einem Megagegröhle aus meinem Schlaf rissen. Ganz vorbei war es dann kurz nach Sechs Uhr als diese unerzogenen Gören wohl einen Starenschreck auf ein Zelt von meiner Campinggruppe abgefeuert haben. Da ich gerade am mündlichen Notizen machen war habe ich diesen Mega-Knall und die Stimmen aufgezeichnet. Der Wetterbericht vermeldete Schüttwetter und Sturm, daher haben wir Vorsichtshalber die Zelte abgeschlagen und wollten dann im angemieteten Appartement die Nacht verbringen.Als dann kein Tropfen fiel waren wir auch froh. Wir verbrachten den Tag mit Abbau, einige machten eine Ausfahrt, Norbert hat sich eine 9 Jahre eingelagerte Einser Schwalbe in blau gekauft die vor Ort in einer Stunde Fahrtüchtig gemacht wurde, Krass. Der vom Starenschreck geschädigte wurde ins Krankenhaus gefahren. Tja und nachdem die „Kollegen von Gegenüber“ freundlich gebeten wurden 40 Euro für das kaputte Zelt zu zahlen und sich zu entschuldigen zogen sie das herbeirufen der Rennleitung vor... Kurzum: Es hätte friedlicher geregelt werden können – aber vielleicht war das wegen der Körperverletzung doch der richtige Schritt.
Es war aber eine Böse Falle für alle, wie sich danach abends herausstellte, da nach der Aufnahme des Protokolls einige andere Kollegen der Rennleitung erschienen um uns das Licht abzudrehen.
Und das alles wegen dieser 4 Deppen...
Da wir im Dunkeln saßen haben die Altmühltaler uns zu ihrem Grill eingeladen. Dem kam ich dann auch nach, da ich meinen letzten Abend in Suhl nicht mit Endlos-Diskussionen wie es denn nun weiter geht verbringen wollte. Die Kollegen vom Altmühltal hatten aus Findlingen das kleine Lagerfeuer umbaut, so dass es halt kein OFFENES Feuer mehr war, sondern ein GESCHLOSSENES
Ich wurde wegen dem Audiomitschnitt vom Morgen Frogger vorgestellt, dem die Polizei das ganze ungenehmigte Festival und auch die Entgleisungen (Krach, Musik, Feuerwerk, Böller, etc) auf brummen will. Wir versorgten einige trotz aller Verbote betriebene Feuerstellchen (extremst gesichert durch Improvisierte Öfenbauten) mit Wassereimern, mit der Maßgabe diese bei Auftauchen der Rennleitung sofort zu löschen...
Die lustigste Variante hatten dann die Münchner: Feuerholz aufgetürmt und das ganze mit Lampen elektrifiziert...
Es kam aber wie es kommen mußte: Einige Profilirungssüchtige hielten sich nicht an die erlassenen Spielregeln, der Alkoholkonsum stieg heftigst an, eben so der Frust und dann flogen Raketen, ein Polizeitrabbi musst dazu ja auch noch unbedingt seine Sirene und das Blaulicht in Betrieb nehmen, BummBumm-Musik wurde aufgerissen bis geht-nicht-mehr, Es wurde statt friedlich beisammen zu sein dann auch wieder ohne Auspuffendstück gefahren – Kurzum: Erst kam der Besitzer und machte berechtigten Stress und die Rennleitung hat dann wohl auch noch mal Hallo gesagt...
Danach war relativ Ruhe und gegen 2 Uhr wollte ich von Clubleitet wissen werwiewowas wegen Schlafen gehen. Dieser war grad nur 3 Zelte rechts von mir. Dort angekommen standen 4 Orgelpfeifen dummbesoffen rum und ließen ihren Ühhiiiiühiii-Brüller los (meinten wohl meine Alarmanlage imitieren zu müssen) und ich rief Frogger herbei. Die 4 Dumm-Dumm-Kanoniere waren somit erkannt und er meinte nur: „Klar-wieder die xxxxxxxx“...
Was nun draus wird weiß ch leider nicht... Ich weiß nur eines: Sobald ich dazu komme gehen die Stimmen online. (Wenn Ihr sie erkennt könnt Ihr selbst entscheiden was Ihr tut...)...
Tour Tag 4 – Sonntag 5.Juni 2011 – Aufbruch ins Unbekannte
Der Tag begann damit, dass ich völligst verschreckt von einem Scheiß Alptraum hochschreckte... Die ersten Asphalt Schwalben waren auch grad dabei die Dicke Berta (ein alter Ford-Transit Bus) Endzubeladen... Dabei wurde wohl auch mein Zelt verpackt. Ich faltete mein US-Army Feldbett zusammen, packte meinen Schlafsack ein und belud langsam meine Maschinemit dem am Vortag gepackten Gepäck. Glücklicherweise kam ich noch an das Baugleiche Zelt von Sandmann heran und wir tauschten erstmal die Zelte.
Nach deren Abfahrt nach 10 Uhr war ich mit beladen fertig... Björn aus dem Altmühltal erinnerte mich aber noch an den von mir vergessenen Klappstuhl der mich schon so manches Camp begleitet hatte. Nunja – nachdem ich mein Marschgepäck schon am Vortag um 20 Kilo leichter gemacht habe (ist jetzt auf dem Heimweg in der Berta) hatte ich auch partout keinen Platz mehr für das Ding – schnüff – ich musste ihn leider zurücklassen...
Im Anschluss daran fuhr ich hoch an die Reception und ließ mir den zuviel gebuchten Montag vergüten. Ich traf noch kurz Frogger, duschte in aller Ruhe, Mampfte noch ein Steakbrötchen frisch vom Grill und brach dann auch so langsam nach einer vorläufigen Routenplanung die mich nördlich von Kassel bringen soll auf.
10 Kilometer später trieb mich ein heftiges Gewitter in eine Schutzhütte für Wanderer wo ich mein Gepäck noch mal umgepackt habe und seitdem hier den Reisebericht auf den neuesten Stand bringe. Eine SMS von Norbert brachte die frohe Kunde, dass sie in Lohr Zwischenstopp machen und keine Ausfälle zu beklagen seien...
DOrt hab ich auch nochmal mein ganzes Gepäck umgepackt. Nun hab ich absolut Null Probleme mehr mit dem Gleichgewicht...
Nun wo die Sonne wieder lacht werde ich gemütlich zusammenpacken, mir trotz Sonnenschein mal vorsichtshalber die Regenhose überstülpen und weiter in Richtung Zwischenstopp ziehen. Mal schauen wohin es mich heute verschlägt. Aktuelle Zeit:15.15 Uhr
*
Sodele – nun ist es 23.00 Uhr. Ich bin hier in der Gegend von Esch auf einem Campingplatz, Zelt aufgebaut, geduscht und alles eingerichtet.
Eine Runde pennen und schauen was das Morgen so bringt...
Tour Tag 5 – Montag der 06.Juni 2011 – Zwischenstopp für 2 Nächte
9.30Uhr - Hab mich eben beim ersten Morgenkaffee gegen 8 Uhr mal kurzerhand dazu entschieden hier die Waschmaschinen zu nutzen. Durch die Regenkombi gegen das gestrige Schüttwetter hab ich volle Kanne alles so durchgeschwitzt, dass ich alles mal gescheit waschen will. Auch braucht der eeePC einfach mal eine volle Akkuladung. Ebenso die Akkus der Digiknipse und dem anderen technischen Equipment.
Außerdem ist das hier eine nette Gegend (auch wenn hier das Froschkonzert etwas nervt) so dass ein erweiterter Zwischenstopp sich so richtig anbietet.
Und es gibt mir die Zeit mal den Blog im Schwalbennest zu bestücken da mein MyFi hier vollen UMTS Empfang hat.
Ich werd mir bis die Putzfrau in der Dusche fertig ist jetzt erst noch einen Kaffee kochen und dann geht’s los in den Tag. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm.
*
17 Uhr – Wäsche gemacht, Akkus aufgeladen und kaum war ich vor einer Stunde am Zelt ging die Welt hier unter....
*
Eventuell schau ich mal bei einem Braunschweiger aus dem Schwalbennest morgen rein... Mal sehen was kommt.